Champions Leage: Sieben Minuten des Horrors katapultieren Fußball-Fans in die Ohnmacht

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Fußball-Flut ohne Plan und Seele

Sieben Minuten des Horrors katapultieren Fans in die Ohnmacht

18 Spiele pure Überforderung: Die Konferenz der Champions League braucht nur sieben Minuten, um Fußball-Fans in den Ruin zu treiben. Erstmals spüren sie am eigenen Leib, welches Übel die absurden Pläne von UEFA und FIFA bedeuten – und wie viele Opfer sie wirklich kosten.

Überforderung, Übersättigung, Ohnmacht. Stress statt Genuss. Was passiert hier? Beim Finaltag der Gruppenphase der Champions League finden erstmals in der Geschichte des wichtigsten Vereinswettbewerbs der Welt 18 Partien gleichzeitig statt. Die UEFA und DAZN, die Streaming-Plattform überträgt alle Spiele in einer Konferenz, jubeln über das neue Format der Königsklasse, das mehr Spektakel bieten soll. Das jedes Spiel mit enormer Wichtigkeit ausstatten – und das vor der K.-o.-Runde mit diesem nie dagewesenen Highlight-Abend auftrumpfen soll.

Doch allein die ersten sieben Minuten genügen, um Fußball-Fans in üble Erschöpfungszustände zu katapultieren. Eine Trainingseinheit unter Felix Magath nichts dagegen. Sieben Tore fallen in diesen 420 Sekunden, prasseln auf die stärker und stärker in Ohnmacht kippenden Zuschauer ein.

Die Konferenz springt hin und her wie eine Flipper-Kugel. Aber wer hat jetzt noch mal wo getroffen – und was bedeutet das? Inhaltlich bleibt nichts hängen, der Zuschauer dafür gelähmt zurück. Schwindel, Schluckbeschwerden und Gereiztheit statt Spaß am Fußball.

Übersättigung statt Herz und Seele

Diese sieben Minuten sind ein Mikrokosmos des Fußball-Horrors, der in den vergangenen Jahren alles aufgeblasen, vermehrt und spektakulisiert hat. Es ist ein Horror der Grandiosität. Immer mehr Turniere und Events, immer mehr Teams, immer größer und spektakulärer. Immer mehr Fußball. Das führt laut der Pläne von UEFA und FIFA zu mehr Fan-Ekstase. Die Champions League wurde im neuen Format von 125 auf 189 Partien ausgebaut. An die erweiterte Nations League, die aufgeblähte WM, die etwa 2030 auf drei Kontinenten stattfindet, oder die neue Klub-WM im Sommer will man im Moment der Tor-hier-Tor-da-Schlappheit keinen kostbaren Gedanken verschwenden.

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Die kommenden 83 Minuten zeigen, dass die Pläne Mist sind und verstärken Kopfschmerzen und Müdigkeit nur noch. Wehrlosigkeit macht sich breit bei der Reizüberflutung, die alle Dämme bricht. Spielstände zu verfolgen und Interesse aufrecht zu halten, fällt immer schwerer. So ist das bei Übersättigung.

Die Spiel- und Torflut an diesem Mittwochabend wirkt wie ein konstanter Fluss an Tiktok-Videos. Wen interessiert es dann noch, wenn Ousmane Dembélé für Paris Saint-Germain ein traumhaftes 3:0 gegen den VfB Stuttgart erzielt? Die Aufmerksamkeit ist dahin – und der Fußball verliert sein Herz und seine Seele.

UEFA-Pläne fressen Magie

Denn die Emotionen sind das erste Opfer. Der Inhalt und die Magie des Augenblicks, der Jubel über das Tor des Tages etwa, folgen. Wenn Fußball zu Zahlen-Arithmetik verkommt, wenn alles einfach zu viel ist, dann sinken Interesse und Bedeutung. Mehr Spiele und mehr Geld nehmen dem Produkt den Reiz, die Exklusivität und Wertigkeit gehen flöten.

Erschöpfung statt Entspannung. 90 Minuten gnadenlose Überforderung. Erstmals spüren Fans mit voller Wucht, was Pläne der ungebändigten Grandiosität von UEFA und FIFA für konkrete Auswirkungen an einem simplen Fußball-Abend bedeuten können. Ein Abend, an dem das schöne Spiel mit dem Ball eine Delle bekommen hat. An dem unbewusst Werbung für den Gang ins Stadion und die Konzentration aufs Wesentliche gemacht wurde.

Als Borussia Dortmund das Tor zum 3:1 gegen Schachtjor Donezk schießt, urteilt DAZN-Kommentator Lukas Schönmüller mit Blick auf die komplizierte Gemengelage aus 17 weiteren Partien und einer sich sekündlich ändernden Tabellensituation, die das Achtelfinale oder die Playoffs ermöglichen: „Bringt nur nichts, sie brauchen Tore auf anderen Plätzen. Zum Beispiel … ja, äh, wo eigentlich?“

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