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Der Gewinn von Bosch ist im Vergleich zum Vorjahr laut vorläufigen Zahlen um rund ein Drittel geschrumpft.
Quelle: dpa
Die deutsche Wirtschaft leidet unter Krisen und politischer Unsicherheit. Viele Wirtschaftsverbände erwarten ein schwieriges Jahr 2025.27.12.2024 | 1:30 min
Bosch: Gewinn deutlich geschrumpft
Und auch von Bosch, einem Global Player mit über 400.000 Mitarbeitern, kommen wenig erfreuliche Zahlen: Statt eines Umsatzwachstums von fünf bis sieben Prozent, wie man das noch im Frühjahr letzten Jahres angestrebt hat, steht beim Umsatz für 2024 nun ein Minus von rund einem Prozent.
Der Gewinn vor Steuern und Zinsen ist im Vergleich zum Vorjahr nach vorläufigen Zahlen um rund ein Drittel geschrumpft: Waren es 2023 noch 4,8 Milliarden Euro, sind es 2024 lediglich 3,2 Milliarden Euro gewesen. Das sei, sagt Bosch-Chef Stefan Hartung im ZDF-Interview, nicht das, was man erwartet und angestrebt habe – auch wenn man sich im Branchenvergleich noch respektabel behauptet hätte:
Auch Bosch konnte sich trotz größter Anstrengungen den wirtschaftlichen Realitäten nicht entziehen.
Stefan Hartung, Bosch-Vorsitzender
Eine der bereits gezogenen Konsequenzen: Rund 12.000 Stellen will Bosch weltweit streichen. Weiterer Stellenabbau: nicht ausgeschlossen.
Bosch will Tausende Stellen abbauen, davon allein knapp 4.000 Arbeitsplätze in Deutschland.22.11.2024 | 0:52 min
Hoher Wettbewerbsdruck und Standortnachteile
Die wirtschaftlichen Realitäten, die Hartung anspricht, sind unter anderem die nach wie vor schwächelnde Weltwirtschaft und der gestiegene Wettbewerbsdruck aus anderen Weltregionen.
Alles Gründe, warum es vielen Branchen in Deutschland im Moment nicht wirklich gut geht. Besonders stark belastet sind aus Sicht von Monika Schnitzer, der Vorsitzenden der sogenannten Wirtschaftsweisen, die Automobilbranche und der Maschinenbau:
Die erleben jetzt, dass China sehr schnell aufgeholt hat, eigene Produkte entwickelt hat, die konkurrenzfähig sind, die günstig sind und fast so gut wie unsere.
Monika Schnitzer, Wirtschaftsweise
Die Wachstumsprognose der Bundesregierung sei mit 0,3 Prozent noch optimistischer als die Prognosen aus der Wirtschaft, sagt ZDF-Korrespondent Florian Neuhann.29.01.2025 | 1:58 min
Wirtschaftsweise: Unternehmen müssen effizienter werden
Die Politik müsse nun liefern und die Wettbewerbsbedingungen am Standort Deutschland verbessern – da sind sich Wirtschaftsexperten, Gewerkschaften und Unternehmen einig. Weniger Bürokratie, weniger Vorschriften, günstigere Energie. Bosch-Chef Hartung meint:
Alles, was das wirtschaftliche Handeln vereinfacht, geht in die richtige Richtung.
Stefan Hartung, Bosch-Vorsitzender
In den vergangenen Jahren konnte die deutsche Wirtschaft kaum wachsen. Welche Impulse es aus der Politik für eine Änderung bräuchte, erklärt Frank Bethmann.29.01.2025 | 1:04 min
Neben der Politik sieht die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer allerdings auch die Unternehmen gefordert: Sie müssten effizienter und produktiver werden, interessantere Produkte für Kunden weltweit anbieten, sagte sie im ZDF-Interview.
Bei Bosch jedenfalls ist man überzeugt, dass man genau das liefern wird. Man halte trotz aller Herausforderungen an den mittelfristigen Unternehmenszielen fest: Bis 2030 strebt man laut Konzernchef Hartung an, „in allen Weltregionen zu den führenden drei Anbietern in unseren wesentlichen Märkten“ zu gehören. Und so ist bei Bosch zumindest der Ausblick optimistisch – in wirtschaftlich turbulenten Zeiten.
Quelle: dpa
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